Disc Golf Club "Chaingaroos" Cottbus e. V. 
 
...das Runde muss ins Kettige!

Das kleine Disc-Golf-ABC


Ace/Ass

Gelingt es dir, eine Bahn mit nur einem einzigen Wurf abzuschließen, sprechen wir von einem Ace oder Ass. Üblich ist hierfür auch die Bezeichnung Hole in One. Trage immer einen wasserfesten Stift in deiner Golfbag mit dir - dein erstes Ass muss schließlich auf der Scheibe mit Ort, Datum und der Unterschrift eines Zeugen verewigt werden!

Albatross
Beim Albatross wurde eine Bahn mit drei Würfen unter Par (-3) beendet. Erst ab einer Par 4 Bahn und höher ist dieses sehr seltene Disc Golf Ereignis also möglich. Nicht schummeln! ;-)

Anhyzer
Eine spezielle Wurftechnik ist der Angle Hyzer, Anhyzer oder kurz: Anny. Hierbei wird im Falle eines rechtshändigen Rückhandwurfes die Scheibe so angewinkelt, dass die Wurfhand unter dem gegenüberliegenden Scheibenrand (Wing) liegt (z. B. Hand auf 4 Uhr - gegenüberliegender Scheibenrand auf 10 Uhr). Die Disc wird in der Folge eine Rechtskurve im Flug beschreiben.

Approach
Als Approach bezeichnen wir den Annäherungswurf (auch Upshot genannt) zum Korb, der zum Ziel haben soll, dass die Scheibe im nächsten Wurf sicher versenkt wird. Hier zählt also jeder Meter. Es geht daher im Wesentlichen nicht darum, große Distanzen zurückzulegen, sondern eher um Präzision und Abrufen einer sauberen Wurftechnik. Für einen Approach verwendest du meist Putter oder Midrange Discs.

Away Player
Mit dieser Bezeichnung wird die aktuell am weitesten vom Korb entfernte Person bezeichnet. Sie ist auch stets als nächstes mit dem Werfen an der Reihe. Aus Achtung unserer Mitspieler:innen rücken wir im Spiel nach einem Wurf bitte immer nur bis zum Away Player auf, nicht weiter.

Birdie
Ein Birdie ist dir gelungen, wenn du eine Bahn mit einem Wurf unter Par (-1) beenden konntest.

Bogey
Wenn du zum Abschluss einer Bahn einen Wurf über der Par-Wertung benötigt hast (+1), liegt ein sogenannter Bogey vor. Keine Panik - Auch fortgeschrittene Spieler spielen hin und wieder mal einen Bogey! Über Double- (+2) oder gar Triple-Bogeys (+3) muss man sich gelegentlich auch ärgern. Nicht verzagen - Übung macht den Meister!

Drop Zone
Bei einer Drop Zone handelt es sich um einen vordefinierten Abwurfbereich, der auf einigen Bahnen zum Einsatz kommen kann, wenn deine Disc zuvor in einer Strafzone (OB) gelandet ist oder ein Mandatory verfehlt wurde. 

Eagle
Ein Eagle ist dir gelungen, wenn du eine Bahn mit zwei Würfen unter Par (-2) beenden konntest. Starke Leistung!

Fade (4. Ziffer auf Discs)
Die letzte Zahl des vierstelligen "Codes" auf einer deiner Discs gibt an, wie sich deine Scheibe nach einem horizontalen Abwurf bei langsamer Fluggeschwindigkeit, also in der Schlussphase des Flugs bis zur Landung verhalten wird. Dieser Wert variiert zwischen 0 und 5. Ein hoher Wert bedeutet, dass die Scheibe bei einem rechtshändigen Rückhandwurf zu einer starken Linkskurve unmittelbar vor der Landung neigt. Ein Wert von 0 signalisiert dir hingegen: Diese Disc wird nahezu nicht faden, also auch bei sehr geringer Fluggeschwindigkeit weitgehend geradeaus fliegen. Wähle als Anfänger am besten eine Disc mit geringem Fade.

Fairway
Als Fairway bezeichnen wir den zulässigen Spielbereich einer Bahn zwischen Tee und Korb, von dem aus häufig aussichtsreiche Würfe möglich sind und zum Teil auch Blickkontakt zum Korb hergestellt werden kann.

Glide (2. Ziffer auf Discs)
Die zweite Zahl des vierstelligen "Codes" auf einer deiner Discs gibt an, welche Gleiteigenschaft sie besitzt. Dieser Wert kann zwischen 1 und 7 variieren. Erzeugt die Scheibe kaum eigenständigen Auftrieb, wird ihr Glide-Wert gering ausfallen. Gleitet die Disc jedoch mit reichlich Auftrieb ausdauernd durch die Luft, ist dieser Wert hoch. Je nach Windverhältnissen und Windrichtung kann es sehr bedeutend werden, auf den Glide-Wert zu achten. Nur ein Beispiel: Bei Gegenwind kann eine sehr gleitfähige Disc so sehr Auftrieb erzeugen, dass sie dein eigentliches Ziel (z.B. den Korb) weit überfliegt. Achte mal darauf und variiere ein wenig!

Hyzer
Eine spezielle Wurftechnik ist der HyzerHierbei wird im Falle eines rechtshändigen Rückhandwurfes die Scheibe so angewinkelt, dass die Wurfhand über dem gegenüberliegenden Scheibenrand (Wing) liegt (z. B. Hand auf 2 Uhr - gegenüberliegender Scheibenrand auf 8 Uhr). Die Disc wird in diesem Beispiel eine recht starke Linkskurve im Flug beschreiben.

Mandatory
Beim Mandatory (kurz: Mando) handelt es sich um ein vorgegebenes Pflichthindernis einer Bahn, welches du mit deinem Wurf in vorgegebener Weise überwinden musst. Beispielsweise kann erforderlich sein, einen Baum ausschließlich auf seiner linken Seite zu passieren. Gelingt dir dies nicht, erhältst du einen Strafwurf notiert und startest deinen nächsten Wurf von einer Drop Zone aus. Es können auch mehrere Vorgaben gleichzeitig greifen, indem beispielsweise Baum A rechts und Baum B gleichzeitig linksherum umspielt werden muss. Wir sprechen dann von einem Double-Mandatory. Kommt eine dritte Wurfeinschränkung hinzu, liegt ein Triple-Mandatory vor.

Par
Die sogenannte Par-Wertung gibt vor, in wie vielen Würfen geübte Spieler:innen eine Bahn üblicherweise abschließen. Für eine Par 3 Bahn solltest du also nur drei Würfe benötigen, um mit dem Durchschnittswert gleichzuziehen.

Out-of-Bounds (OB)
Dieser Begriff umfasst einen Strafbereich, der abseits des Fairways liegt. Landet deine Disc in diesem Bereich, wird ein Strafwurf auf deinen Bahn-Score addiert. Den nächsten Wurf startest du in der Regel dort, wo die Disc die Grenze zwischen Fairway und OB überschritten hat. Manchmal musst du auch von einer definierten Drop-Zone aus erneut werfen. 

Putt
Der Putt stellt den letzten Wurf auf einer Bahn dar, bei dem du die Disc im Fangkorb versenkst. Üblicherweise verwendest du dafür eine Putter-Discs, die sich durch ein stabiles Flugverhalten auszeichnet und vom Korb verhältnismäßig leicht gefangen werden kann. Der Putt ist zweifelsfrei der wichtigste Wurf im Spiel. Feierst du auch noch so sehr deinen gelungenen Drive, so beendest du dennoch die Bahn erst mit einem souveränen Putt. Eine Disc Golf Weisheit besagt: "Drives for show, putts for dough".

Speed (1. Ziffer auf Discs)
Die erste Zahl des vierstelligen "Codes" auf einer deiner Discs gibt an, wie schnell diese Scheibe potenziell zu fliegen fähig ist. Sie reicht von 1 bis 13. Putter besitzen einen geringen Speed, Driver einen hohen Speed. Letzteres ergibt sich wesentlich aus der aerodynamischen, spitz zulaufenden Form des Scheibenrandes und einer insgesamt eher niedrigen Höhe einer Driver-Disc. Wichtig ist auch zu wissen, dass eine Scheibe ihre weiteren Flugeigenschaften auch nur dann abruft, wenn sie mindestens mit dieser Geschwindigkeit geworfen wurde. Zur Orientierung: Anfänger sollten zunächst mit langsamen Scheiben bis maximal Speed 6 trainieren.

Tee
Selbstredend geht es hierbei nicht etwa um ein beliebtes Heißgetränk,  schon klar :-) Das Tee beschreibt im Disc Golf den definierten Abwurfbereich, von dem aus der erste Wurf in Richtung Korb ausgeführt wird. Die etwa 6 - 8 Quadratmeter umfassende Fläche eines Tees kann mit unterschiedlichen Bodenbelägen versehen sein. Üblich sind z. B. Pflastersteine, Holzschnitt, Schotter oder synthetische Materialien. Am Tee findest du auch immer ein Schild, das dir die Par-Wertung der aktuellen Bahn sowie den groben Standort des Korbs, mögliche Hindernisse auf dem Weg dorthin und Strafzonen aufzeigt. 

Tomahawk
Diese spezielle Überkopf-Wurftechnik wird realisiert, indem du die Disc wie bei einem Rückhandwurf hältst und überkopf wirfst. Diese Technik eignet sich besonders, um hohe Hindernisse zu überqueren oder sich aus einer misslichen Spielsituation zu befreien.

Turn (3. Ziffer auf Discs)
Die dritte Zahl des vierstelligen "Codes" auf einer deiner Discs gibt an, wie sich deine Scheibe bei horizontalem Abwurf in der Hauptflugphase zwischen Abwurf und noch vor der Fade-Phase verhalten wird. Dieser Wert schwankt zwischen -5 und +1. Bei einem rechtshändigen Rückhandwurf bedeutet ein geringer Wert, dass die Disc zunächst eine recht deutliche Rechtskurve beschreiben wird. Voraussetzung ist, dass die Scheibe auch schnell genug geworfen wird. Ein Wert von 0 hingegen würde bewirken, dass deine Disc kaum bis gar nicht turnt, also in der Hauptflugphase geradeaus fliegt. Wähle als Anfänger dennoch eine Disc mit etwas Turn (z. B. -2). Das wird dir helfen, die Scheibe auch bei noch fehlender Wurfkraft souverän geradeaus zu werfen.

Vorhandwurf
Bei einem Vorhandwurf wird der Daumen auf der Oberseite der Scheibe in Randnähe abgelegt, während üblicherweise Zeige- und Mittelfinger in den inneren Scheibenrand gelegt werden. Da bei einem Vorhandwurf deine Disc genau andersherum rotiert als bei einem Rückhandwurf, kehren sich auch die Flugeigenschaften deiner Disc exakt um. So fadet deine Disc bei einem Vorhandwurf nach rechts anstatt nach links.

Wing
Als Wing bezeichnen wir den der greifenden Hand gegenüberliegenden Scheibenrand. Vielleicht schnappst du auch mal den Begriff Flügel oder Flügelweite auf. Gemeint ist hier letztlich die Fläche des Scheibenrandes, die elementaren Einfluss auf das Gleitverhalten einer Scheibe besitzt. 

X-Step
So wird eine Schrittreihenfolge bezeichnet, die häufig bei Distanzwürfen zum Einsatz kommt. Charakteristisch ist das gedachte "x", welches deine Füße während Ausfallschritten in Bodennähe beschreiben. Der X-Step kann - korrekt und mit etwas Übung ausgeführt - deinem Wurf einige zusätzliche Meter Reichweite verpassen.